Gymnasium „In der Wüste”
Schülerbegleitung, Begabungsförderung, MINT-EC-Schule, Europaschule, Musikprofil, Sportfreundliche Schule

„Der Bugatti ist der Hammer!“

Ausflug der Sprachlernklasse zur Autostadt Wolfburg

Die Schüler hatten sich bereits einige Wochen mit sprachlichen und physikalischen Besonderheiten rund um das Themengebiet Auto auseinandergesetzt und ihre Neugierde geweckt, bevor sie am 6. Dezember zusammen mit Frau Hapel, Frau Artz und Herrn Tebbe einen Tagesausflug in die Autostadt Wolfsburg antraten, welcher als MINT-Projekt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) geflüchteter Kinder und Jugendlicher von der Siemens Stiftung eine finanzielle Unterstützung erhielt.

Während sich die Lehrkräfte am frühen Morgen in bitterkalter Bahnhofshalle gegenseitig in der Anzahl der Kleidungsschichten übertrumpften, schienen einige Schüler auch ohne dem Winter angemessener Kleidung bester Laune zu sein, da zumindest an den Selfie-Stick gedacht wurde. Das ebenfalls eingepackte Frühstück, welches unter anderem aus selbst gemachter Pizza, Chips und Limonade bestand, wurde im leicht verspäteten Zug herzlich mit dem gesamten Abteil geteilt.

In der Autostadt angekommen, bat die Führerin der ihr als Sprachlernklasse vorgestellten Gruppe, sich umgehend zu melden, sollten sie ihren Erklärungen nicht folgen können, worauf die schnelle Rückmeldung einer unserer Schüler, „Keine Angst, wir verstehen sie schon.“, sicherlich beruhigend wirkte. Etwas später zeigte sich ein weiterer Führer sogar schwer beeindruckt, als er bei der Präsentation des Motorwagens von Carl Benz aus dem Jahr 1879 mit Detailwissen der Schüler nahezu überschüttet wurde, da sie genau dieses erste Automobil bereits im Sprachunterricht am GIdW behandelt hatten.

Die männlichen Schüler haben sich schnell in ein Lamborghini- und ein Bugattilager unterteilt und viele Vorzüge ihres vermeintlich besten Autos geäußert. So nutzten die Schüler die an die Führung anschließende Zeit zur freien Verfügung, um die Autostadt in Kleingruppen individuell zu erkunden.

Auf der gemeinsamen Bootstour über den Mittellandkanal konnten die Schüler ihre unterschiedlichen Erfahrungen dann austauschen und bei einer Tasse Punsch (heißem Apfelsaft) entspannen.

Ein Highlight des Ausflugs war sicherlich die Führung durch das VW-Werk: Angeschnallt in kleinen Waggons, die einer Achterbahn ähneln, und über Lautsprecher beschallt durch Kommentare eines Mitarbeiters und einiger Werbevideos, fuhr unser Zug direkt an den Arbeitern in der Produktionshalle vorbei. Diese Erfahrung war zunächst mit der eines etwas unangenehmen Zoobesuchs zu vergleichen, jedoch schwang sie durch die freundliche und scheinbar natürliche Reaktion der Angestellten schnell in Staunen um, ob der Präzision der exakt getimten Zusammenarbeit zwischen Mensch und Industrieroboter.

Dem lautstarken Geschrei einiger Mädchen zufolge konnte eine Eislaufshow am Abend, bei der Tänzer unter anderem Filmmusik aus James Bond, Charlie’s Angels und Austin Powers in Szene setzten, auch weniger autoaffine Schüler von der Autostadt überzeugen. Zudem gab die Äußerung einer jungen Schülerin kurz vor der Heimreise Frau Hapel die Hoffnung, dass ihre Organisation nicht vergebens war: „Ich will nicht wieder nach Osnabrück!“.

Theo Tebbe