Gymnasium „In der Wüste”
Schülerbegleitung, Begabungsförderung, MINT-EC-Schule, Europaschule, Musikprofil, Sportfreundliche Schule

Das „Playbook“ der Antike

08. Dezember 2017 Mit viel Freude und Engagement entstand im jahrgangsübergreifenden Lateinkurs auf erhöhtem Anforderungsniveau zu der Lektüre von Ovids „Amores“ ein Playbook. Blickt man in die heutige TV-Landschaft, so kann man Barney Stinson in der Serie „How I met your mother“ entdecken, der seinen Freunden Ratschläge gibt, wie man je nach Situation die Damenwelt erobert, und seine Tipps in einem geheimen „Playbook“ sammelt.

Doch schon vor 2000 Jahren verfolgte der Dichter Ovid in den „Amores“ und in der „Ars Amatoria“ dieselbe Absicht. Seine Liebeselegien lernten die Schülerinnen und Schüler in diesem Semester kennen und setzten – basierend auf einer Unterrichtsidee von Elias Hoffmann (AU 2017, H. 3) – die gelesenen Inhalte nach der Lektüre kreativ in Text und Bild um. 

So nahm sich der Jahrgang 12 einen Fotoapparat, Playmobilfiguren, Stifte sowie Skizzenbuch und machte sich ans Werk. Dabei entstand nicht nur ein schönes Deckblatt und die Präsentation des vorkommenden Figurenensembles, sondern wurde zum Beispiel auch das Motiv des Paraklausithyrons aufgenommen: Denn nach Ovids (augenzwinkernder) Auffassung findet es der Liebhaber spannender, wenn er vor der (verschlossenen) Tür der Geliebten sitzt, als wenn er mit offenen Armen empfangen wird.

Jahrgang 11 griff zu den Kostümen und stellte mit eigenem Körpereinsatz Szenen aus den Elegien dar. Während die einen posierten und fotografierten,  arbeiteten die anderen am Computer und erstellten dort das Layout.

Am Schluss wurden Bilder und Texte zusammengefügt. Die Schülerinnen und Schüler können nun wirklich stolz auf ihre beiden beeindruckenden Werke sein.

Dr. Bettina Heck