Gymnasium „In der Wüste”
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Großes Abschlusskonzert im Gymnasium "In der Wüste"

Bunter Abend vor schwarz-weißer Kulisse: Die Musikklasse 10 des Gymnasiums in der Wüste (GidW) unter der Leitung von Marc Schröer bei ihrem Abschlusskonzert in der Aula. Foto: Swaantje Hehmann

BUNTE MUSIKALISCHE ZEITREISE

03. Juni 2018 (NOZ) Von Klassik über Jazz und Pop bis hin zu Film- und Theatermusik: Das von Marc Schröer geleitete Orchester der Musikklasse des zehnten Jahrgangs des Gymnasiums in der Wüste verabschiedete sich mit einem bunten Konzert in der Schulaula.

Dabei war die Kulisse schwarz-weiß gehalten, und auch die mehr als zwei Dutzend jungen Musiker trugen durchgehend schwarz. Was sie aber zu Gehör brachten, geriet zu einem vielfarbigen, facettenreichen Rückblick auf sechs Jahre gemeinsamen Musizierens. Dabei mussten sich die Besucher zunächst umdrehen, denn ein erster afrikanischer Kanon erklang durch die Eingangstür, von der aus die Schüler ihre Aula von hinten aufräumten. Als sie nach einem Gang durch den Saal die Bühne erobert und ihre Plätze eingenommen hatten, eröffneten sie mit einem lässig gespielten „The Lion Sleeps Tonight“ den bunten Reigen. Von den Dreißigerjahren ging es dann zurück in die fünfte Klasse und zu Mozart, dessen als „kleine Nachtmusik“ besser bekannte, zu seinen Lebzeiten aber nie aufgeführte Serenade Nummer 13 für das erste Jahr schon „sehr anspruchsvoll“ gewesen sei, wie die Moderatorinnen versicherten. Als ein „Lieblingsstück“ aus der fortgeschrittenen siebten Klasse folgte Beethoven siebte Sinfonie, bei der sich die Streicher- und Bläsersektionen gekonnt die Bälle zuspielten.

Von Marsch- zu Strandmusik

Nach einem „Sound of Hollywood“-Filmmusik-Medley und Theatermusik aus Shakespeares Sommernachtstraum wurde es barock mit einer Sarabande von Händel, die als höfischer Tanz auch heute noch in vielem Filmen zu hören ist. Ebenfalls aus der neunten Klasse trug das Orchester pathetische „Music of the People“ aus dem Revolutions-Musical „Les Misérables“ vor, inklusive Solo- und Chorgesang. Eine Kostprobe aus dem aktuellen, letzten Jahr der Musikklasse boten ein so bestimmt wie getragen und bedeutungsschwer intoniertes Schicksalsmotiv sowie ungleich flottere Marschmusik aus der Bizet-Oper Carmen. Nach der kulinarischen Pause sorgte ein Beach Boys-Stück für Sommer-, Sonnen- und Strandgefühle, bevor der 2012er James Bond-Titelsong „Skyfall“ mit einem schönen Spannungsaufbau überzeugte. Dem Klavierintro folgten die Querflöten, zu denen sich dann Violinen und Klarinetten gesellten, bis schließlich die Rhythmussektion mit einstieg.   

Nicht zum Vergessen

Schier unerschöpflich schien das Repertoire des über ein halbes Dutzend Jahre gewachsenen Schulorchesters, als dann auch noch ein Medley aus zwei Motown-Klassikern, der sauber gespielte Jazz-Standard „Georgia On My Mind“, das Rocky-Thema „Gonna Fly Now“ und ein abwechslungsreiches Beatles-Medley („Got To Get You Into My Life“, „Michelle“ und „When I´m Sixty-Four“) auf dem Programm stand – passend zum von den Schülern selbst entworfenen Konzertplakat im Sgt. Peppers-Stil. Mit einem französischen Kanon als Zugabe endete der runde und bunte Abend in dem Stil, mit dem er begonnen hatte. Dass kurz zuvor noch zum fröhlichen Mitklatschen Bruno Mars´ „Forget You“ gespielt wurde, grenzte an Ironie. Denn vergessen werden die Musikschüler aus der Wüste die in der Aula auch mit Bildern illustrierte „geile Zeit“ der vergangenen sechs Jahre mit Sicherheit nicht.