Gymnasium „In der Wüste”
Schülerbegleitung, Begabungsförderung, MINT-EC-Schule, Europaschule, Musikprofil, Sportfreundliche Schule

Zehntägiges Treffen mit belgischen Schülerinnen und Schülern im Rahmen unseres Comeniusprojektes

Zweites zehntägiges Treffen mit belgischen Schülerinnen und Schülern des Instituts Saint-Joseph aus Welkenraedt im Rahmen unseres bilateralen Comeniusprojektes in der Zeit vom 13.-22. März 2015.

Endlich hat „ein Jahr warten“ ein Ende. Unser diesjähriges Treffen beginnt in Düsseldorf. Je näher unser Zug dem Düsseldorfer Bahnhof kommt, desto näher rückt auch das Wiedersehen mit unseren belgischen Austauschpartnern, die wir bei unserem ersten Comeniustreffen im März 2014 in Belgien kennengelernt haben. Durch den ersten Besuch und durch das gemeinsame Arbeiten an unserem Filmprojekt haben sich Freundschaften gebildet und daher ist die Freude auf zehn bevorstehende gemeinsame Tage groß.

Vom Düsseldorfer Bahnhof aus geht es erst einmal zur Jugendherberge, die direkt am Rhein liegt und äußerst einladend wirkt. In der Eingangshalle gibt es sofort ein Durcheinander aus Umarmungen und Küsschen auf die Wange, denn die Belgier erwarteten uns schon dort. Nachdem unser Gepäck sicher untergestellt ist, geht es auch schon direkt zu Fuß los zum Düsseldorfer Filmmuseum, wo wir uns zunächst mit dem Thema Horrorfilme befassen und wo wir schließlich in Workshops  in gemischten (dt.-belg.) Kleingruppen unter professioneller Anleitung eigene Kurzfilme drehen. Danach verabreden wir uns in kleinen Gruppen, um die uns verbleibende freie Zeit für das Abendessen und das Erkunden der tollen Düsseldorfer Altstadt zu nutzen.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf zu einem ganz besonderen Museumsbesuch: in der Kuppel des Ständehauses wollen wir die in ca. 25 Meter Höhe angebrachte Netzkonstruktion ORBIT des Künstlers Tomás Saraceno „begehen“ – ein Weltraumbesuch der besonderen Art. Übrigens, sehr empfehlenswert, aber nichts für Menschen mit Höhenangst! Nachdem wir dann nach diesem einmaligen Erlebnis noch alle die letzte freie Zeit genossen haben, laufen wir zurück zur Jugendherberge, von wo es mit unserem Reisebus nach Osnabrück geht, wo alle Belgier von den Familien der deutschen Schüler begrüßt werden. Die meisten haben sich noch bis spät abends viel zu erzählen. Den Sonntag verbringen ebenfalls alle erst einmal in den Gastfamilien ohne offizielles Programm, was dem ersten Kennenlernen mit der Familie sehr gut tut.

Am nächsten Morgen starten wir den Tag mit einem leckeren gemeinsamen Frühstück im Musikraum unserer Schule. Bei dieser Gelegenheit werden unsere Gäste von unserem Schulleiter Herrn Westphal herzlich begrüßt und nach dem Frühstück werden sie von uns Schülern in Kleingruppen durch unser Gymnasium geführt. Im Anschluss daran gehen die belgischen Schüler mit in den Unterricht um einen Einblick in unseren Schulalltag zu bekommen. Nach der Mittagspause beginnt dann unsere eigentliche Projektarbeit. In gemischten Gruppen wollen wir Unterrichts-materialien für verschiedene Lernniveaus zu zwei von uns bereits vorher ausge-wählten deutschen Filmen erstellen.

Am Dienstag haben alle deutschen Schüler bis zur vierten Stunde normalen Unterricht, während unsere Austauschpartner sich unsere Innenstadt einmal näher anschauen. Nach der vierten Stunde treffen sich dann alle Schüler mit den Lehrern im Kino Johannespassage, in dem es in zwei Gruppen eine spannende Führung samt Probesitzen in den Kinosesseln der Zukunft gibt. Obendrauf schauen wir noch den Film „Kingsmen" mit aus der Projektkasse spendiertem Popkorn und Getränken. Einige bleiben auch nach dem Programm noch etwas in der Stadt. Für den Abend ist gemeinsames Grillen angesagt.

Mittwoch geht es wieder an die Arbeit: Gemeinsam haben wir vier Stunden Unterricht und anschließend Projektarbeit und zur Belohnung, aber auch als Vorbereitung für den folgenden Tag, schauen wir danach noch gemeinsam einen „Tatort“.

Am Donnerstag sind wir wieder mit dem Reisebus unterwegs; allerdings nur für einen Tagesausflug nach Münster, wo wir eine besondere Stadtführung, die sogenannte „Krimitour“, rund um das Thema Münsteraner Tatort machen und sogar den Fundort der nächsten Münsteraner Tatortleiche sehen können. Auch in Münster haben wir freie Zeit zum Mittagessen, bevor wir uns im LWL für einen Workshop treffen. Dort lernen wir einiges über Selbstportraits oder eben die modernen „Selfies" und werden  in einem anschließenden Workshop angeleitet unsere eigenen Kunstwerke auf der Basis unserer mit dem Handy erstellten Selfies zu erstellen.

Das Programm am darauffolgenden Tag nimmt noch einige Zeit in Anspruch. Während wir deutschen Schüler im Unterricht sitzen, genießen unsere belgischen Freunde eine Führung im Erich-Maria-Remarque Zentrum. Aber am Nachmittag treffen wir uns alle wieder zum gemeinsamen Abschlussbowlen am Bahnhof. Der offizielle Teil unseres Projekttreffens ist damit abgeschlossen. Dennoch haben wir privat für alle Schüler Karten für ein Konzert mit anschließender Party im Rosenhof organisiert, wo wir zusammen unseren Spaß beim letzten gemeinsamen Feiern haben. Nach dem langen Tanzen sind alle froh, dass wir den letzten Tag nur in den Familien verbringen und er Zeit zum Ausschlafen bietet. Obwohl die Zeit noch nicht ganz vorbei ist, wissen alle, dass es am nächsten Tag Lebwohl auf unbestimmte Zeit heißt.

Dementsprechend traurig und teils tränenreich verläuft auch die Verabschiedung am Sonntagmorgen. Aber: Alle haben sich vorgenommen, den Kontakt aufrecht zu erhalten und die Freundschaft zu pflegen.

Au revoir, nous ne vous oublierons pas! Auf Deutsch: Auf Wiedersehen, wir werden euch nicht vergessen.

Einen besonderen Dank an alle beteiligten Lehrer und auch an Frau Vennemeier, die für das Projekt extra aus Polen angereist war.

 

Bericht von Alena Bücker, 10E2

 

 

Abschiedsrede der belgischen Schüler:

Wir wollen uns bei Ihnen Herrn Westphal, Frau Vennemeier, Frau Hapel und bei euch lieben Schülern bedanken für diese zehn unvergesslichen Tage!

Dieser Austausch war wirklich eine schöne Erfahrung für uns alle, Deutsche und Belgier. Ihr habt uns in euren Familien empfangen und viel mit uns unternommen. Wir möchten uns auch bei Ihnen [belgische Lehrer] bedanken, ohne Sie hätten wir nicht am Projekt teilnehmen können und das Programm war höchst interessant sowohl die vielen Besichtigungen als auch die Partys.

Nochmals Danke