Gymnasium „In der Wüste”
Schülerbegleitung, Begabungsförderung, MINT-EC-Schule, Europaschule, Musikprofil, Sportfreundliche Schule

Differenzierte Begabungsförderung am Gymnasium "In der Wüste"

Warum Begabungsförderung:

Logo der Begabtenförderung

Im Laufe der letzten Jahre zeigt sich bei einzelnen Schülerinnen und Schülern mehr und mehr, dass – aufgrund der zunehmenden Breite des Begabungsspektrums auch der Lerngruppen im Gymnasium –die Begabungen und Interessen (z.T. sogar weit) über den Unterricht in ihrer Klasse bzw. ihrem Kurs hinausgehen.

Angesichts des übermächtigen Sogs der Freizeitgesellschaft ist es aber wichtig, vor allem Heranwachsenden mit umfangreichen Reserven frühzeitig ihren Fähigkeiten entsprechende Bildungsangebote zur Verfügung zu stellen, damit sie daran gewöhnt werden, auch in diesem Sinne höherwertige Bildungsangebote zu nutzen.

Das Gymnasium "In der Wüste" hat dieser Entwicklung durch die Einrichtung eines speziellen Fördersystems für besonders begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen. Da der Erfolg von Fördermaßnahmen entscheidend davon abhängt, dass die besonderen individuellen Begabungen frühzeitig erkannt und bereits mit dem Einsetzen des Bildungsprozesses altersgerecht entfaltet werden, haben wir uns mit den Grundschulen Hasbergen, Hellern, "In der Wüste" und Rückertschule zu einem Kooperationsverbund Begabungsförderung zusammengeschlossen. Somit ergibt sich die Möglichkeit, die betreffenden Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schullaufbahn kontinuierlich durch besondere Förderung zu begleiten.

Diagnose besonderer Begabungen:

Als Basis zur Auswahl besonders begabter Schülerinnen und Schüler für das Förderprogramm des Verbundes dienen eine Empfehlung der Klassenkonferenz und das Zeugnis. Wer durch einen Notendurchschnitt von 2,2 und besser oder durch sehr gute Leistungen in einzelnen Bereichen hervorsticht, kann gefördert werden. 

Nach Gesprächen mit den Klassenleitern und dem Klassenkollegium über die ausgewählten Schülerinnen und Schüler wird der endgültige Förderkreis festgelegt. 

Aufgrund der vorangegangenen Überlegungen wird den Eltern der ausgewählten Schülerinnen und Schüler in schriftlicher Form angeboten, ihre Kinder am Förderprogramm des Verbundes teilnehmen zu lassen. 

Mit Schülerinnen und Schülern wird ein Beratungsgespräch über die Teilnahme am Begabungsförderungsprogramm geführt.

Unser Konzept:

Aus der Sicht des Gymnasiums sollte die langfristige und kontinuierliche Hinführung zu zusätzlichen Bildungsanstrengungen die Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe unterstützen und absichern, indem sie Schülerinnen und Schüler veranlasst, die ihnen zugestandene Entscheidungsfreiheit im Hinblick auf ihre besonderen Begabungen sinnvoll und verantwortungsbewusst zu gebrauchen. 

Aus diesem Grunde wird den Schülerinnen und Schüler an unserer Schule die Entscheidung an Förderangeboten teilzunehmen freigestellt, darüber hinaus werden sie in die Planung und Gestaltung der Angebote mit einbezogen.

Instrumente der Begabungsförderung:

Das Förderprogramm am Gymnasium „In der Wüste“ besteht aus einer Mischung schulinterner und schulexterner Maßnahmen, die durch die Schule koordiniert werden.

 Aufgrund der Wünsche der Schülerinnen und Schüler haben sich bisher im Rahmen der Möglichkeiten der Schule z.B. die folgenden Förderprojekte, an denen unsere Schülerinnen und Schüler teilnehmen, herauskristallisiert:

  • Brassband
  • Orchester
  • Musikwettbewerb
  • Englisch-Netz
  • Model UN (Intern. Planspiel)
  • Französisch-Netz
  • Französisches Theater
  • Vorbereitung auf das DELF-Diplom
  • Latein-Netz
  • Schulformübergreifendes Theater-AG-Projekt mit verschiedenen Grundschulen
  • Gärten der Weltreligionen
  • Schulsanitätsdienst
  • Schülerfirma ProRecycling
  • Bundeswettbewerb Politik
  • Herbstakademie
  • Humanitäre Schule
  • Schulformübergreifendes Physik-AG-Projekt mit verschiedenen Grundschulen
  • Seniorencomputerschule (PC-Senior)
  • "Lange Nacht der Mathematik"
  • WMW schulinterner Mathematik Wettbewerb
  • OMO - Osnabrücker Mathematikolympiade
  • Mathenetz
  • Wahlprognose
  • Jugend forscht
  • Roboter-AG
  • Bienen

[vollständige Liste]

Koordination, Präsentation, Evaluation:

Die Koordination der Förderung durch die Schule erfolgt anhand eines Portfolios, das die zu fördernden Schülerinnen und Schüler führen. Darin sammeln sie Zertifikate, durch die ihnen (als Anlage zum Schuljahrszeugnis) ihr Engagement im Rahmen des Förderprogramms bestätigt wird, sowie die entsprechenden Teilnahmebelege (Beurteilungsbögen, Urkunden o.ä.) für entsprechende Projekte. Die Mentoren leiten die von ihnen betreuten Schülerinnen und Schüler bei der Führung des Portfolios an. Anzustreben ist, dass das Portfolio von den zu Fördernden während ihrer gesamten Schulzeit geführt wird.

Zunehmend mehr ist zu beobachten, dass ein Portfolio dieser Art auch nach Abschluss der Schule von außerschulischen Institutionen (wie z.B. Universitäten) als Nachweis besonderer Qualifikationen anerkannt wird, was ggf. zur bevorzugten Beachtung bei Bewerbungen jeglicher Art führen wird.

Ausgesuchte Projekte des Förderprogramms werden von den Schülerinnen und Schülern an einem jährlichen Präsentationsabend einem breiteren Publikum, insbesondere den Eltern der Beteiligten, vorgestellt. [Artikel in der NOZ vom 29.02.2012] [Artikel in der NOZ vom 17.03.2014] [Artikel in der NOZ vom 13. März 2015]

Eine Evaluation des Förderprogramms wird im Abstand von jeweils 4-5 Jahren angestrebt. Bisher erfolgte eine erste (interne) Evaluation im Herbst 2004 sowie eine zweite (externe) Evaluation im Sommer 2006, die im Rahmen einer Examensarbeit des Fachbereichs Pädagogik der Universität Osnabrück entstand. Im Schuljahr 2011/12 erfolgte eine weitere externe Evaluation, wiederum im Rahmen einer Examensarbeit des Fachbereichs Pädagogik der Universität Osnabrück. [Zusammenfassung] [Artikel in der NOZ vom 03.05.2012]