elysee 2019Gedanken zum 56. Jahrestages des Deutsch-französischen Freundschaftsvertrages und zur Unterzeichnung des neuen Freundschaftsvertrages am 22.01.2019

Ich denke, dass in diesen schwierigen Zeiten, die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich für die Stabilität in Europa noch wichtiger sind, denn leider entwickeln populistische rechtsextreme Parteien bei Wahlen zunehmend an Zugkraft. Isolationismus ist keine Lösung, wir müssen zusammenarbeiten, um eine bessere Zukunft aufzubauen. Deutschland und Frankreich sind abhängig voneinander und sind die Grundpfeiler von Europa. Nach meinem Studium werde ich nicht in Deutschland leben oder arbeiten, aber ich finde, dass es wichtig ist, die Sprache, Kultur und Lebensweise aber auch die Unterschiede seines Nachbarlandes kennenzulernen, um uns besser zu verstehen und die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Am 9. September 1962 hielt Charles De Gaulle eine Rede in Ludwigsburg. Ich glaube, dass er Recht hatte als er gesagt hat: „Diese jetzt ganz natürliche Solidarität müssen wir selbstverständlich organisieren. [...] und das soll insbesondere das Werk der Jugend sein. Während es die Aufgabe unserer beiden Staaten bleibt, die wirtschaftliche, politische und kulturelle Zusammenarbeit zu fördern, sollte es Ihnen und der französischen Jugend obliegen, alle Kreise bei Ihnen und bei uns dazu zu bewegen, einander immer näher zu kommen, sich besser kennen zu lernen und engere Bande zu schließen. Die Zukunft unserer beiden Länder, der Grundstein auf dem die Einheit Europas gebaut werden kann und muss, und der höchste Trumpf für die Freiheit der Welt bleiben die gegenseitige Achtung, das Vertrauen und die Freundschaft zwischen dem französischen und dem deutschen Volk.“

Deshalb haben unser Präsident Charles De Gaulle und Kanzler Konrad Adenauer am 22. Januar 1963 den Élysée-Vertrag, den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, unterschrieben, um Kooperationen beispielsweise in den Bereichen auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung (z.B. die deutsch-französische Brigade) und Bildung (DAAD-, Voltaire-, Brigitte Sauzay-Programme) zu beginnen und die Freundschaften zwischen Jugendlichen zu entwickeln. Deswegen ist es meine Rolle als Fremdsprachenassistent des Pädagogischen Austauschdienstes deutschen Schülern zu helfen Französisch zu lernen, ihnen die französische Kultur, unsere Wertvorstellungen, Sitten, Geschichte und kulturellen Unterschiede näherzubringen. Außerdem kann ich auf diese Weise Deutschland besser kennen lernen und entdecken.

Es lebe Deutschland und es lebe die deutsch-französische Freundschaft!

Jason Roeum, Fremdsprachenassistent für Französisch am Gymnasium „In der Wüste“