Ahoi ihr Landratten,

Vom 24.6. bis zum 28.6.2019 ging es diesmal für ein 21-köpfiges Team ins wunderschöne Saarland auf die Saar. Die Packliste eine halbe Stunde vor Abfahrt am 24.6. durchgegangen, fiel uns auf, dass fast die Pudelmütze und die dicken Strümpfe vergessen wurden, also schnell eingepackt und bei 35° C in den Zug gestiegen.

Nach nur 6h Zugfahrt mit gewohnt verlässlicher Deutscher Bahn sind wir also gegen Nachmittag im vom französischen Lebensstil geprägten Saarbrücken angekommen und haben dort die ersten Kilometer Ruderstrecke hinter uns gebracht. Grüße gehen an dieser Stelle raus an die liebe Birgit (eine alte Freundin von Fr. Kalk-Fedeler), welche uns am Abend die kulturellen Highlights der Stadt nahegebracht hat. Der nächste Morgen startete schmackhaft mit leckerer Putensalami, welche im Bulli bei ca. 34,7° C gelagert wurde und somit komplett salmonellenfrei zu genießen war!

Mit etwas durchwühlten Bäuchen starteten wir unsere nächste Ruderstrecken, um die herrliche Saar weiter zu erkunden, mit dem Ziel Saarlouis. Dort wurde gegen Abend das Essen zubereitet und kühle Getränke genossen. Der nächste Tag sollte der, von der Ruderentfernung, längste Tag werden, weshalb schon um 5:30 Uhr morgens aufgestanden wurde, um der Mittagshitze zu entgehen. Das Ziel der circa 30km langen Strecke war das Örtchen Mettlach hinter der landschaftlich sehr schönen Saarschleife, welches wir schon gegen Mittag, dank unseres Zugpferds Tobias Schleper in der Atacama (altes Holzruderboot), nach einer abkühlenden Badepause mit Kuchen, erreichten. Unser letzter Rudertag (Donnerstag) wurde aufgrund der Hitze von 30km auf 20km reduziert, was allen entgegen kam.

Trotzdem voller Tatendrang wurden die 20km nach Saarburg (ein weiteres kulturelles Highlight) schnell hinter sich gebracht, mit einem Abschlussrennen, welches das Boot Fuchur für sich entscheiden konnte. In Saarburg galt es dann die Boote abzuriggern und den Hänger zu beladen. 50 Meter nach der Abfahrt des Hängers stellte sich nach einem Blick in den Spiegel heraus, dass der Hänger anscheinend nicht richtig befestigt wurde und somit mitten auf einem Abhang stehengeblieben war. Nur durch den weichen Asphalt in den sich die Gabel hineingebohrt hatte, konnte schlimmeres verhindert werden...Glück im Unglück!

Unser letztes Mahl bestand aus den vorzüglichen Resten der vorherigen Tage, welche alle in einen Topf kamen und anschließend verspeist wurden. So entstand auch keine Verschwendung!

Die Rückfahrt am nächsten Tag verlief problemlos und so kamen alle wohlbehalten wieder in Osnabrück an.

Nun aber mal die Ironie bei Seite: uns hat diese Woche sehr gefallen und wir hatten viel Spaß. Für uns alle war die Ruderwanderfahrt ein positives und prägendes Ereignis, da wir dadurch die Möglichkeit hatten, Fortschritte im Rudern zu machen und die zwischenmenschliche Atmosphäre in dieser Woche ausgesprochen angenehm war. Wir können diese Erfahrung durchaus weiterempfehlen, weil dadurch die Möglichkeit besteht, sich intensiv mit der Sportart Rudern zu beschäftigen und so auch viel mehr Spaß daran zu bekommen. Außerdem ist es eine Möglichkeit, neue Gegenden kennenzulernen und viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen.

Laura, Hannah, Paul O., Max (Jg. 11, 12)

07 Ruderwanderfahrt